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Wikileaks: Folterungen und Tod durch US SoldatInnen
Samstag, 23. Oktober 2010
Image Und weiter geht es im brisanten Fall um die Aufdecker-Plattform Wikileaks: Gestern veröffentlichte diese weitere 400.000 geheime Akten zum Irak Krieg der USA, ganz zum Ärger der US-Regierung.

 

 

 

Nun hat es die USA wieder voll erwischt: Das Portal Wikileaks veröffentlichte am gestrigen 22. Oktober eine weitere Reihe von brisanten US-amerikanischen Geheimdokumenten welche von den Gräueltaten der dort stationierten SoldatInnen berichten. Die als „Iraq War Logs“ bezeichneten Dokumente decken wohl das größte Leck in der Militärgeschichte aller Zeiten auf, immerhin waren die USA ja immer sehr drauf bedacht, die Menschheit von den unglaublichen Taten der „SoldatInnen gegen den Terrorismus“  zu schützen, macht es sich ja weltweit nicht gerade gut, wenn die breite Öffentlichkeit von den Folterungen und Schändungen weiß.

Am meisten emotionalisiert die Enthüllung über zu Tode gefolterte/misshandelte Irakische Zivilisten. Laut den US-Dokumenten zufolge wurden mehr als 15.000 Zivilisten aus nicht bekannten Zwischenfällen getötet, quasi eine Grau-Zahl des Krieges gegen den Terrorismus. Ein harter Fakt gegen die Vorgehensweise der Amerikaner, immerhin schalte aus den offiziellen Militärberichten immer nur sehr vage Vermutungen über Zahl der tatsächlichen Todesopfer gemacht bzw. immer betont, dass man keine genauen Zahlen über die zivilen Todesopfer hätte. Umso ärgerlicher für  die US-Regierung, dass diese Dokumente jetzt hinsichtlich der Todesopfer Aufschluss geben, wird 109.000 Todesopfern insgesamt gesprochen, von denen 66.081 zivile Opfer seien. In zwei Fällen der Obduktion wurde festgestellt, dass jene Opfer zu Tode gefoltert wurden, die Polizei hingegen hat angegeben, einer habe Selbstmord begangen, der Andere sei an einem Nierenversagen gestorben.

Dass die US-Regierung jetzt darum bemüht ist, diese ganze Sache zu vertuschen bzw. schlecht zu reden versteht sich auch von selbst. Aus allen Ecken und Enden der US kommen die Stimmen zur Löschung der Daten, seien dadurch ja tausende SoldatInnen zusätzlich in Gefahr. Aus Regierungskreisen wird gesprochen, dass jene Dokumente nur Momentaufnahmen des Geschehens im Irak seien und keinen Aufschluss über die Gesamtsituation des Krisengebietes geben können. Naja, wer´s glaubt wird seelig…

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